Sachsens öffentliche Wege sind in Gefahr! 

Wege, die derzeit von der Land- und Forstwirtschaft, von Fahrradfahrern, Wanderern, Reitern oder Spaziergängern genutzt werden, könnten ab 2023 Privatwege werden. Alle öffentlichen Wege, die bis Ende 2022 nicht durch die Städte/Gemeinden in ihre Straßenbestandsverzeichnisse aufgenommen wurden, verlieren automatisch den Status eines öffentlichen Weges. Dies sieht die im Jahr 2019 erfolgte Änderung des Sächsischen Straßengesetzes vor. Diese Gesetzesänderung wird ausdrücklich von uns begrüßt, denn sie schafft zukünftig Rechtsklarheit. Aktuell lässt sich mit dem Blick ins Straßenbestandsverzeichnis nicht erkennen, welche Wege nicht öffentlich gewidmet sind. Ab 2023 besitzt das Straßenbestandsverzeichnis negative Publizität (ein Weg der nicht im Verzeichnis aufgeführt ist, ist ab 2023 auch nicht öffentlich).

 

Wir setzen uns dafür ein, dass die öffentlichen Wege im Wald, in der Feldlage, aber auch in den Ortslagen weiterhin öffentlich bleiben und stellen bis Ende 2020 entsprechende Anträge bei den Gemeinden.

 

Unterstützen Sie uns!

  1. Prüfen Sie anhand der Karte, welche Wege vermutlich noch nicht im Straßenbestandsverzeichnis eingetragen sind und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! diese Wege uns.
  2. Registrieren Sie sich als Unterstützer und Sie bekommen mehr Informationen sowie Gewicht und Einflussnahme bei unseren Entscheidungen!
  3. Holen Sie von Ihrer Gemeinde die Straßenbestandsverzeichnisse und teilen uns mit, welche Wege bereits öffentlich sind.
  4. Werden Sie Unterstützer/Mitglied im Verein (aktuell lediglich durch kostenlose Benutzerregistrierung möglich).

 

Informieren Sie sich über die rechtlichen Hintergründe und nutzen Sie unser FAQ. Für weitere Fragen steht Ihnen unser Forum zur Verfügung.

 

Bedenken Sie: Werden öffentliche Wege privat, kann der Eigentümer mit dem Weg ab 2023 tun und lassen was er will. Er kann den Weg zurück bauen, Schranken aufstellen oder den Weg sperren. Es gibt kein Gewohnheitsrecht! Landwirte, Waldeigentümer und andere Grundstückseigentümer kommen dann nicht mehr an ihre Grundstücke. Nur über teure zivilrechtliche Klagen auf ein Notwegerecht oder Entscheidungen der Forstbehörden (im Wald) kann die Erschließung der eigenen Grundstücke gewährleistet werden. Fahrradfahrer, Wanderer oder Spaziergänger können ihre angestammten Wege nicht mehr wie sonst benutzen.